Mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst feierten evangelische und katholische Christen im Biergarten des Enzauenparks am Pfingstmontag das Pfingstfest, das auch die Geburtsstunde der Kirche ist.
Ökumenischer Pfingstgottesdienst im Biergarten des Enzauenparks

Quelle: Silke Fux
Es gehe auch darum für andere auf- und einzustehen. „Wir müssen hinaus, wenn sich was ändern soll. Dorthin wo wirre Gedanken und Parolen verbreitet werden“, so die Seelsorgerin.
Oft regiere Angst, Ärger, Stress, Wut. „Dann fallen die Türen zu“, so Lichtenberger. Dann bleibe man bei der eigenen Meinung, höre kein gutes Wort mehr, mache dicht. Der Pfarrer monierte, dass Menschen aus sicheren Herkunftsländern zurück müssten obwohl sie integriert seien, den Kindergarten, die Schule besuchten, gerade eine Ausbildung begonnen hätten oder als Fachkräfte in Pflegeheimen, in Kitas oder als Ärzte in Krankenhäusern gebraucht würden.
„Jesus ging durch verschlossene Türen, auch durch die brutal schmerzhafte Tür des Todes. Er möchte, dass die Türen wieder aufgehen“, unterstrich der Geistliche. So gebe es immer Alternativen des Friedens, der Hoffnung, der Menschlichkeit. Türen seien zum Öffnen da.
„Der Lebensatem steckt in allen“, verwies Pfarrerin Martina Walter auf das ökumenische Friedensgebet und auf das Pfingstfest, an dem Gott den Heiligen Geist auf die Jünger sandte. Walter beleuchtete die Seite der Jünger. Wie hatten diese die damalige Situation erlebt? Jesus lud zum Glauben ein, sendete sie in die Welt. Er habe sie belebt, begeistert, motiviert und inspiriert.
Inspiriert und begeistert vom ökumenischen Gottesdienst, musikalisch begleitet am Keyboard von Sybille Bura, waren dann auch die Gottesdienstbesucher unter freiem Himmel, die die Gemeinschaft und das Gemeinsame beider Kirchen schätzten. Das am Pfingstmontag in allen Kirchen der Stadt Programm war. „Es ist richtig und wichtig, dass ökumenisch gefeiert wird“, so Pfarrer Georg Lichtenberger. Der Gottesdienst wurde auch auf dem Youtube-Kanal der Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim übertragen.
Text : Silke Fux
