„Es ist ein religionspädagogisches Angebot, kombiniert mit einer Sinneserfahrung“, betont die studierte Sozialpädagogin. Außerdem sei es ein niederschwelliges Angebot um in eine Kirche zu kommen. Und passender als in der Barfüßerkirche könnte der mobile Barfußpfad nicht sein. Denn dort gingen schon früher die Mönche, die in Armut lebten und sich um Kranke und Arme kümmerten, die ebenfalls keine Schuhe hatten, bewusst und solidarisch barfuß. Dieses und noch vieles mehr erfahren die Teilnehmer des Barfußpfades vom leitenden Referenten der Katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim, Tobias Gfell und vom Jugendreferenten Philipp Leichter. So befand sich hinter der kleinen Kirche einst ein Kloster, in dem die Mönche lebten. Doch dieses fiel in längst vergangener Zeit einem Brand zum Opfer.
„Die Kinder haben nicht nur Spaß, wenn sie mit ihren Füßen unterschiedliche Untergründe testen, sie lernen spielerisch und nebenbei auch noch den Kirchenraum kennen“, so Kerstin Legler Böckenkrüger.
„Die wärmste Kiste ist mit Erde gefüllt, die kälteste mit Wasser“, sind sich die Kinder einig. „Sand und Wasser erinnert mich an Urlaub“, sagt ein Mädchen.
Voller Spannung und Erwartung testeten die Kinder ohne Schuhe und Socken – barfuß - in unterschiedlichen Boxen ganz verschiedene Untergründe, darunter Blumenerde, abgerundete Steine, Stroh, Sand, Einstreu und ganz zum Schluss des Barfußweges auch das Element Wasser. Tierbilder symbolisierten, wer dort normalerweise beheimatet ist. Die Empfindungen und Erfahrungen des Barfußpfades waren ganz unterschiedlich.
Einige kleine Besucher schwärmten von den Steinen, andere liebten es durch die weiche Blumenerde zu stapfen oder genossen das kühle Wasserbad ihrer Füße. Immer den Vordermann im Blick nahmen die Jungs und Mädchen gegenseitig Rücksicht. Die Kinder hatten sichtlich Spaß. „Das war toll“, schwärmte ein Mädchen nach Ende des mobilen Barfußparcours. Mit unterschiedlichen Sinneserlebnissen, Urkunden und Stempel als Erinnerung an die gelungene Mitmach-Aktion verließen zahlreiche Kinder die Kirche. Manche Gruppe bedankte sich für das tolle Erlebnis gar mit einem Lied. Für die Erwachsenen gab es während der Barfußwoche bei einer Tasse Kaffee Gesprächsangebote von Mitarbeitenden der Katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim.
Text : Silke Fux